The TWIN 2 kit - full power for your expedition rig

ALL SEASONS, ALL CONTINENTS

Manchmal ist es verrückt: Man möchte ein Reisefahrzeug heizen - ein relativ großes Reisefahrzeug (jenseits 16 Kubikmeter Innenraum) - und bekommt an jeder Ecke unterschiedliche Aussagen. Wir selbst propagieren seit Jahren "Bau die Kleine ein, reicht völlig", in Foren liest man gerne "Kauf die Große, kostet nen Zwanni mehr und du kriegst die doppelte Leistung!!!". In der Summe kann man eigentlich nur sagen: Falscher Ansatz.

Man muss sich 3 Fragen stellen:

  • Wie groß ist mein Fahrzeug?
  • Wie gut ist mein Fahrzeug isoliert?
  • Welche Kontinente will ich bereisen und zu welchen Jahreszeiten heizen?
Die erste Frage klärt man schnell, ab ca. 16 Kubikmeter Volumen kann man eventuell über mehr als 2kW nachdenken. Kann. Eventuell.

Das führt uns zu Frage zwei. Wenn ich sowieso 6cm Wände habe, reichen mir vielleicht immer noch die 2kW denn ich verliere schlichtweg kaum etwas. Wenn ich nur 19mm Armaflex in einen 7m Ducato mit offenen Frontscheiben habe, dann reichen die 2kW vermutlich nicht mehr so ganz.

Allerdings ist die große Frage am Schluß: Wohin will ich eigentlich und wann? Jetzt wird es kritisch. Mit 2kW kann ich ein sehr gut isoliertes Fahrzeug auch unter 0 Grad problemlos heizen. Ab -15°C möchte man vielleicht schon eher 4kW zur Verfügung haben. Ein schlecht isoliertes Fahrzeug bei 0 Grad mit 2kW - keine Chance. Da brauche ich die 4kW dann definitiv. D.h. aber im Klartext: Wenn ich mit 6m Aussenwand den Winter in Marokko verbringe, reichen 2kW völlig. Nehme ich dasselbe Fahrzeug für einen Winter in der Türkei, können es schon mal -30!°C werden und ich würde defintiv 4kW verbauen. Die Frage, die am Ende alles entscheidet, und welche man selbst REALISTISCH einschätzen muss:

Wie groß ist eigentlich der Spagat, den ich abdecken muss?

Reise ich wirklich mit nennenswerten Reisetagen zwischen 10 und -45°C? Reise ich eigentlich nur in der Übergangszeit? Ist mir mein Auto bis in den Herbst hinein warm genug und ich möchte erst zur Skisaison heizen? Bleibe ich in Europa, oder bin ich ein paar Jahre abseits der Zivilisation ganzjährig unterwegs?

Zeit für Antworten:

  • Kleine Fahrzeuge unter 16 Kubikmeter, brauchen vermutlich nie mehr als 2kW. Sonderfälle gibt es immer - nackter Transporter in Sibirien zum Beispiel.
  • Große, schlecht isolierte Fahrzeuge, können theoretisch direkt 4kW einbauen, aber nur dann, wenn sie in der Übergangszeit kaum heizen. Also nur dann, wenn die Besitzer der Meinung sind, dass die Heizsaison erst im November beginnt. Wer eine Frostbeule (wie der Autor) ist und schon ab 15°C Aussentemperatur von der Standheizung träumt, ist mit einer einzelnen 4kW-Heizung hier falsch.
  • Für alle anderen Fälle: TEX TWIN 2.

Und was ist jetzt mit der einzelnen 4kW-Heizung? Die kostet doch viel weniger!

Richtig, eine Heizung kostet weniger als zwei. Aber: WENN Mein Ziel potentiell alle Kontinente zu jeder Jahreszeit sind, dann habe ich ein großes Problem: In vielen Fällen betreibe ich meine Standheizung im unteren Teillastbereich, denn, sind wir mal ehrlich, die Extreme sind dann doch eher selten. D.h. die Heizung wird nie ordentlich heiß werden, und auf Dauer schlichtweg verrussen. Wenn ich dann das Extreme wirklich treffe, dann ist die Heizung vielleicht völlig verkokt und tut gar nicht mehr das, was sie sollte. Verminderte Leistung ist nämlich die erste Folge, denn Russ leitet keine Wärme - Ruß isoliert den Wärmetauscher bestens von den heißen Abgasen, sodass ich sehr bald wenig Spaß haben werde. Eigentlich hätte ich für die Übergangszeiten (meist der größere Anteil des Jahres...) nur eine 2kW-Heizung gebraucht, aber da ich noch Reserve für den Winter brauchte, habe ich doch die zu große 4kW eingebaut.

Was macht die kleine Heizung dann besser?

Das ist sehr einfach: In der Aufheizphase läuft jede Heizung erst einmal auf voller Leistung, bis die Zieltemperatur erreicht ist. Wenn die 4kW-Heizung nur 15min braucht, dann braucht die Kleine viellicht 30min. Das ist aber auch genau der Vorteil, denn in 15min ist eine Heizung gerade mal 10min auf Betriebstemperatur und konnte sich noch nicht richtig freibrennen, während die kleine Heizung schon 25min Feuer hatte, und somit ihre Brennkammer freibrennen konnte. Zusätzlich muss man sich folgendes vorstellen: Wenn ich eine 4kW-Heizung auf 1kW laufen lassen, dann brauche ich ein genauso großes Feuer (identische Spritmenge) wie bei einer kleinen Heizung. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass eine 4kW-Heizung ein doppelte so große Brennkammer und einen (oberflächenmäßig) doppelt so großen Wärmetauscher wie eine 2kW-Heizung hat. Die Brennkammertemperaturen können also im Niedriglastbereich bei der 4kW-Heizung nicht immer optimal sein, weil hier mit der gleichen Energie "das größere Haus geheizt werden muss". Wenn also viel Niedriglast zu erwarten ist, sollte man die 2kW-Heizung einsetzen.

Was ist nun das TWIN 2-Kit?

Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Scherz der Standheizungsmafia klingt, hat in wirklich einen einen ernsten Hintergrund. Dieses Kit kombiniert zwei einzelne 2kW-Heizungen zu einem Gesamtsystem, ohne die beiden Heizungen elektrisch zu koppeln. Das bedeutet im Klartext:

  • Mit dem twin-Flansch für extra starke Kabinenböden kann ich zwei Einzelheizungen auf engstem Raum mechanisch integrieren, während ich in der ganzen Kabine trotzdem nur ein einzelnes Warmluftsystem installieren muss. Es gibt keine mechanischen Teile wie Luftstromventile o.a., einzig der Venturi-Effekt sorgt für eine reibungslose Funktion des Gesamtsystems.
  • Ich kann volle 4kW Heizleistung haben, kann aber die komplette Übergangszeit mit einer einzelnen 2kW-Heizung klarkommen. Das ist überhaupt der wichtigste Vorteil. Warum? Weil eine einzelne 4kW-Heizung in der ganzen Übergangszeit einfach nur verrussen würde, da sie ständig im niedrigsten Lastbereich betrieben wird.
  • Ich habe die volle Redundanz von zwei absolut identischen Heizungen, was gerade für Reisen ins winterliche Sibrien oder weit ab von der Zivilisation absolut wichtig ist. Ich kann es mir nicht erlauben, bei -45°C vielleicht ein paar Nächte ohne Heizung dazustehen. Genauso wenig kann ich irgendwo im völligen Outback bei Fehlfunktion irgendwelche Ersatzteile beschaffen - je nach Witterungsbedingungen ist es (über-)lebenswichtig, dass die Heizung funktioniert.
  • Natürlich haben beide Heizungen ein integriertes Höhenkit und das twin-Kit ist auch als Warmduscher konfigurierbar.
Optional kann ich das Kit voll schalldämpfen, d.h. sowohl auf der Ansaugseite als auch auf der Warmluftseite sind entsprechende Schalldämpfer als Option erhältlich, die aus dem System eine flüsterleise Angelegenheit machen. Gerade in großen Expeditionsfahrzeugen mit teilweisen Doppelböden usw. kann so ein System problemlos mit eingeplant werden und dem Besitzer fortan über alle Kontinente und durch alle Jahreszeiten begleiten.

Und was ist jetzt mit der einzelnen 4kW-Heizung? Die kostet doch viel weniger!

Richtig, eine Heizung kostet weniger als zwei. Aber: WENN Mein Ziel potentiell alle Kontinente zu jeder Jahreszeit sind, dann habe ich ein großes Problem: In vielen Fällen betreibe ich meine Standheizung im unteren Teillastbereich, denn, sind wir mal ehrlich, die Extreme sind dann doch eher selten. D.h. die Heizung wird nie ordentlich heiß werden, und auf Dauer schlichtweg verrussen. Wenn ich dann das Extreme wirklich treffe, dann ist die Heizung vielleicht völlig verkokt und tut gar nicht mehr das, was sie sollte. Verminderte Leistung ist nämlich die erste Folge, denn Russ leitet keine Wärme - Ruß isoliert den Wärmetauscher bestens von den heißen Abgasen, sodass ich sehr bald wenig Spaß haben werde. Eigentlich hätte ich für die Übergangszeiten (meist der größere Anteil des Jahres...) nur eine 2kW-Heizung gebraucht, aber da ich noch Reserve für den Winter brauchte, habe ich doch die zu große 4kW eingebaut.

Was macht die kleine Heizung dann besser?

Das ist sehr einfach: In der Aufheizphase läuft jede Heizung erst einmal auf voller Leistung, bis die Zieltemperatur erreicht ist. Wenn die 4kW-Heizung nur 15min braucht, dann braucht die Kleine viellicht 30min. Das ist aber auch genau der Vorteil, denn in 15min ist eine Heizung gerade mal 10min auf Betriebstemperatur und konnte sich noch nicht richtig freibrennen, während die kleine Heizung schon 25min Feuer hatte, und somit ihre Brennkammer freibrennen konnte. Zusätzlich muss man sich folgendes vorstellen: Wenn ich eine 4kW-Heizung auf 1kW laufen lassen, dann brauche ich ein genauso großes Feuer (identische Spritmenge) wie bei einer kleinen Heizung. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass eine 4kW-Heizung ein doppelte so große Brennkammer und einen (oberflächenmäßig) doppelt so großen Wärmetauscher wie eine 2kW-Heizung hat. Die Brennkammertemperaturen können also im Niedriglastbereich bei der 4kW-Heizung nicht immer optimal sein, weil hier mit der gleichen Energie "das größere Haus geheizt werden muss". Wenn also viel Niedriglast zu erwarten ist, sollte man die 2kW-Heizung einsetzen.

Was ist nun das TWIN 2-Kit?

Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Scherz der Standheizungsmafia klingt, hat in wirklich einen einen ernsten Hintergrund. Dieses Kit kombiniert zwei einzelne 2kW-Heizungen zu einem Gesamtsystem, ohne die beiden Heizungen elektrisch zu koppeln. Das bedeutet im Klartext:

  • Mit dem twin-Flansch für extra starke Kabinenböden kann ich zwei Einzelheizungen auf engstem Raum mechanisch integrieren, während ich in der ganzen Kabine trotzdem nur ein einzelnes Warmluftsystem installieren muss. Es gibt keine mechanischen Teile wie Luftstromventile o.a., einzig der Venturi-Effekt sorgt für eine reibungslose Funktion des Gesamtsystems.
  • Ich kann volle 4kW Heizleistung haben, kann aber die komplette Übergangszeit mit einer einzelnen 2kW-Heizung klarkommen. Das ist überhaupt der wichtigste Vorteil. Warum? Weil eine einzelne 4kW-Heizung in der ganzen Übergangszeit einfach nur verrussen würde, da sie ständig im niedrigsten Lastbereich betrieben wird.
  • Ich habe die volle Redundanz von zwei absolut identischen Heizungen, was gerade für Reisen ins winterliche Sibrien oder weit ab von der Zivilisation absolut wichtig ist. Ich kann es mir nicht erlauben, bei -45°C vielleicht ein paar Nächte ohne Heizung dazustehen. Genauso wenig kann ich irgendwo im völligen Outback bei Fehlfunktion irgendwelche Ersatzteile beschaffen - je nach Witterungsbedingungen ist es (über-)lebenswichtig, dass die Heizung funktioniert.
  • Natürlich haben beide Heizungen ein integriertes Höhenkit und das twin-Kit ist auch als Warmduscher konfigurierbar.
Optional kann ich das Kit voll schalldämpfen, d.h. sowohl auf der Ansaugseite als auch auf der Warmluftseite sind entsprechende Schalldämpfer als Option erhältlich, die aus dem System eine flüsterleise Angelegenheit machen. Gerade in großen Expeditionsfahrzeugen mit teilweisen Doppelböden usw. kann so ein System problemlos mit eingeplant werden und dem Besitzer fortan über alle Kontinente und durch alle Jahreszeiten begleiten.

Zurück zum TWIN 2-Kit: Wer regelt mir jetzt was?

Findige Regelungstechniker haben sicher schon heimlich darüber nachgedacht, was denn wohl passieren würde, wenn ich jetzt 2 Heizungen gleichzeitig im Temperaturmodus laufen lasse... Wer pendelt sich wo ein? Beide in der Mitte? Einer ganz oben und einer ganz unten? Die Antwort ist: Kann man nicht wissen. Daher machen wir das anders. Wir lassen eine Heizung auf Leistung laufen, d.h. wir geben eine feste Leistung vor, das ist sozusagen der Grundwärmebedarf. Die zweite Heizung sitzt dann leistungsmäßig oben drauf und macht die Temperaturregelung.

Beim initialen Aufheizen kann man also einfach den Knopf der zweiten Heizung dazudrücken, bei Bedarf dann deren Leistung einfach reduzieren. Die zweite Heizung passt sich ganz automatisch an und füllt die jeweilige Lücke bis zur Wunschtemperatur. Wenn es nicht so kalt ist, kann man die erste Heizung auch einfach abschalten, während die zweite die erreichte Temperatur hält und regelt. In richtigen Extremen kann man so problemlos 4kW erzeugen.

Das ist unserer Meinung nach die einzig sinnvolle Variante für den ganz großen Spagat durch alle Jahreszeiten, wenn das zu beheizende Volumen deutlich jenseits eines normalen Vans liegt. Es ist wie auch schon das Warmduscherkit ein wunderbar einfaches System, ohne viel Schnickschnack.

Volles Einsatzspektrum - volle Redundanz.