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Aus Erfahrungswerten und Praxisbeispielen wollen wir hier ein paar wiederkehrende Einbaufehler bzw. richtige und ungünstige Einbauten von Autoterm Air 2D und 4D bzw. ehemals Planar Heizungen aufzeigen.
Diese Infos ersetzen nicht die Einbauanleitung! Diese ist im Downloadportal zu finden.

Do - Warmluft

- geradlinige Warmluftführung, ggf. sanfte Bögen

- Verteilung über Y-Stücke

- Durchsatz (Rohrduchmesser) beibehalten (evtl. vergrößern; Achtung, dies verändert den Strömungsdruck)

- für einen ungehinderten Luftfluss sorgen, Strömungswiderstände vermeiden

- gleiches gilt für die Ansaugseite

Don't - Warmluft

- harte Winkel

- harte T-Verteilung

- Durchsatz verringern

- all dies kann Verwirbelungen und ein Ausbremsen des Luftstromes zur Folge haben. Bei einem Hitzerückstau wird die Heizung runterregeln oder ausschalten.

- gleiches gilt aber auch für die Ansaugseite

Do Außenansaugung

- wenn überhaupt, dann am besten mit Regelkpalle und nur wenn sichergestellt ist, dass saubere, abgasfreie, trockene Luft angesagut wird

Don't Außenansaugung

- am besten nicht von außen ansaugen! Von draußen könnten Abgas, Schmutz, Nebel etc. angesaugt werden.

- die Heizung läuft effizienter, also sparsamer und damit auch leiser im Umluftprinzip

- um verbrauchte und feuchte Luft loszuwerden, empfehlen wir richtiges Lüften.

Do Tankentnahme

- mitgeliefertes Tankentnahmerohr oder Fuel Fix in den Fahrzeugtank setzen

- T-Stück auf Tankentnahme von vereits vorhandenem Zuheizer setzen

- T-Stück auf Rücklauf oder ggf. Vorlauf setzen, nur sofern System und Druckverhältnisse bekannt und geeignet sind

Don't Tankentnahme

- aus Bequemlichkeit ohne Hintergrundwissen einfach ein T-Stück setzen

- T-Stück auf einen zu kurzen Rücklauf setzen (die Heizung bekommt keinen Treibstoff, sobald der Tank etwas leerer ist)

- T-Stück auf einen Vor- oder Rücklauf unter Druck setzen (schwere Fehlfunktion, Gefahr und Rauch wenn die Heizung mit Diesel geflutet wird)

Do Unterflurmontage

- beim T5/T6 wo der geschützte Einbauort und die Warmluftführung werksseitig vorbereitet sind

- gut geschützt (z.B. TexBox2)

- Innenansaugung der Raumluft, also 2 Löcher im Fahrzeug

- Warmluftverrohrung mit seichten, langen Bögen, wobei ggf. wertfolle Wärme verloren geht

Don't Unterflurmontage

- bei den meisten Vans, bei denen die Warmluftführung nicht vorbereitet ist und kein geschützter Unterflur-Einbaurt vorgesehen ist

- auch Edelstahlkästen (TexBox2) schützen nur bedingt, Achtung: Offroading und Wasserdurchfahrten sind auch damit nicht möglich, ohne dass die Heizung Schaden nehmen kann

- Raumluft außen unterm Fahrzeug ansaugen stellt eine Gefahr dar (Abgas)

- 90-Grad Bogen von der Heizung hoch ins Fahrzeug. Das wäre zwar der kürzesten Weg geht jedoch strömungstechnisch nicht (siehe Warmluft).

Do Pumpenmontage

- entlüften

- entkoppelt, möglichst freischwebend montieren (sicher "aufhängen")

Don't Pumpe

- ohne Entlüftung fest an übertragenden Karosserieteilen befestigen, so wird das mechanische Klacken der Pumpe ans Fahrzeug übertragen und wird stören und nerven.

Do Dimensionierung

eigentlich kein Einbauthema, aber dennoch ein immer wiederkehrendes

- zu beheizendes Raumvolumen realistisch berechnen (abzüglich Schränke, Bänke etc.)

- überwiegende (!) Nutzungszeit der Heizung definieren (wieviel Prozent nimmt Wintercamping gegenüber der Übergangszeit ein?)

- Fahrzeug vernünftig dämmen (bedenke Kondenzwasser bei ungedämmten Fahrzeugen und Flächen)

- Fahrzeug auf Temperatur halten, nicht auskühlen lassen. (Die Heizung kann und soll durchlaufen, das ist auch energieeffizienter als ständige Neustarts)

Don't Dimensionierung

eigentlich kein Einbauthema, aber dennoch ein immer wiederkehrendes

- überdimensionieren (läuft die Heizung dauerhaft auf kleiner Stufe wird die Brennkammer verrußen; hat die Heizung auf kleinster Stufe noch zu viel Leistung, wird es v.a. in der Übergangszeit wärmer als einem lieb ist)

- aufs Extrem dimensionieren, welches aber nur selten eintrifft (die Heizung ist in der überwiegenden restlichen Zeit nicht richtig dimensioniert, was für Schaden an der Heizung und Unmut bei den Nutzern führen kann)

- fehlende Dämmung mit Heizleistung kompensieren (Kondenzwasser im Wohnraum)

- häufiges An- und Ausschalten, Fahrzeug auskühlen lassen (Ineffizienz und immer wieder niedrige Brennkammertemperaturen, die das Verrußen fördern)